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Denke anders

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Die Lebenslügen nehmen bereits in der Schule ihren Anfang. Die wichtigen Themen werden da nicht behandelt, stattdessen werden wir mit theoretischem Wissen vollgestopft. Wir lernen Biologie, Chemie, Physik, aber wir haben kein Fach Gesundheit. Wir trichtern uns historische Daten ein, erfahren aber nicht, was wir aus der Geschichte lernen können. Wir haben Deutsch, aber kein Unterricht zeigt uns, wie wir besser kommunizieren oder eine Beziehung aufbauen. Wir lernen rechnen, aber das Thema Geld gibt es nicht, und trotzdem meinen viele, die Schüler lernen für sich und nicht für die Schule. Die Schule bereitet die Kinder vor, für Geld zu arbeiten und ihre Sicherheit bei anderen zu suchen, anstatt den Umgang mit Geld zu erklären und dadurch die Sicherheit in sich selbst zu suchen.

Unser Lehrer repetierte immer wieder Sätze und fasst diese zusammen: „Ihr müsst in der Schule fleißig lernen, dann bekommt ihr einen guten Job. Ihr dürft keine Fehler machen. Geht keine Risiken ein. Sucht eines Tages Sicherheit in einem sicheren Job, damit es euch gut geht.“ Mein Großvater mütterlicherseits brachte mir bei: „Lerne von solchen Menschen, wie du eines Tages sein willst.“ Fehler sind gut, aus diesen lernen wir mehr als aus Erfolgen. Wer kein Risiko eingeht, tut nichts, hat nichts und kann nichts. Es gibt keine Sicherheit außer unserer Fähigkeit, Chancen zu nutzen. Mein Lehrer sagte mir, ich könne mir dies nicht leisten. Mein Großvater brachte mir bei, wie ich es mir leisten könne. Unser Lehrer lehrte uns, nach den Rechten zu streben; mein Großvater jedoch lehrte mich, nach den Pflichten zu suchen. Mein Lehrer vertraute auf die Versorgungen des Sozialstaats; er war der Überzeugung, die Hilfen stünden uns zu, schließlich hätten wir hart dafür gearbeitet und zahlten ständig Steuern. Mein Großvater widersprach dieser Mentalität, was einem alles zusteht. Er war der Meinung, dass dadurch finanzielle Abhängigkeiten geschaffen werden und Menschen schwach bleiben. Er glaubte an das Verantwortungsprinzip und überlegte, wie er anderen helfen könnte, anstatt nachzudenken, wer ihm helfen würde. Mein Lehrer sagte, Geld sei nicht wichtig. Mein Großvater sagte, Geld sei Wahlmöglichkeit und Freiheit. Als Kind hörte ich oft, Geld sei die Wurzel alles Bösen, die Reichen seien schlecht. Mein Großvater meinte, Geld haben zu wollen und keines zu besitzen, dies sei schlecht. Mein Großvater glaubte nicht an die Sicherheiten eines guten Jobs. Er sagte: „Entwickle finanzielle Intelligenz und lerne, Jobs zu schaffen.“ Als Kind brachte er mir früh bei, für mein Geld selber zu sorgen. Ich trug Post aus, handelte mit Kaninchen und Zuchtvögeln, kaufte sie und verkaufte sie weiter und verdiente mir hier einen wunderbaren Sack Geld. Es ist von zentraler Bedeutung, dass Sie sich Ihrer Stärken bewusst sind. Ich glaube an das, was Einstein formulierte: „In jedem steckt ein Genie.“ Jeder von uns, Sie und ich, haben etwas Einzigartiges und mindestens ein besonderes Talent, das uns zur Entfaltung bringen soll.

Ich glaube nicht an Armut, Mittelschicht und Reichtum als endgültiges Schicksal. Ich glaube an das unendliche menschliche Potenzial, und ich glaube, dass die meisten von uns Entwicklungsstrategien durchlaufen, die in sich vollkommen sind. Nehmen wir eine Sonnenblume. Wenn Sie deren Samen in den Boden vergraben und sich daraus eine Pflanze entwickelt, dann schimpfen Sie nicht, wie unterentwickelt dieses Gewächs ist. Wenn die Pflanze wächst und schließlich eine Knospe trägt, stehen wir staunend davor. Letztendlich bewundern wir die blühende Sonnenblume. Seien Sie sich bewusst: Die Sonnenblume hat jederzeit ihr volles Potenzial in sich. In jeder Entwicklungsstufe ist sie jederzeit vollkommen, so wie sie ist, und produziert wieder Hunderte von neuen Knospen. So ist es mit unserer geistigen Entwicklung. Der Erfolg ist in uns und wartet nur darauf, entdeckt zu werden. Wir müssen uns heute entscheiden, ob wir Freiheit wollen oder Sicherheit. Beides ist nicht möglich. Dabei fällt mir ein altes Sprichwort ein: „Wir können nicht verlieren. Entweder wir gewinnen oder wir lernen.“ Oder „Erfolg hat nur, wer etwas tut, während er auf den Erfolg wartet“ (Thomas Alva Edison). „Der Erfolg ist eine Lawine; es kommt auf den ersten Schneeball an“ (Clint Eastwood).

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