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Wolfgang Zimmermann

6. Mai 2022

Leadership 50 plus – Zeitreise der Babyboomer

Auch angesichts der weltweiten Umbrüche geraten die Babyboomer als Generation stark ins Visier.

Lange in etablierten Kreisen angesehen für ihren Erfolg, von den Jungen aber oft auch gescholten als Generation die Vieles falsch gemacht hat. Auch wenn auffällt, dass angesichts der Ukraine Krise plötzlich ein Wechsel in den Medienbildern stattgefunden hat hin zu grauhaarigen Militärexperten und Historikern. Einige davon auch dem Babyboomer – Alter deutlich entwachsen.

Auf der anderen Seite zeigen die tiefen Fragen zur beruflichen Zukunft, die auch existentielle Verunsicherung von Frauen und Männern über 50 zu Themen wie berufliche Zukunft, Sinn
und mögliche Alternativen in der Arbeit die Tiefe der Veränderung auf. Auch wenn es ein Modewort ist: „ Purpose“ die innere Resonanz und die damit verbundenen Fragen z.b. zum
eigenen Tun habe ich öfter gehört in tiefen Gesprächen. Ohne historischen Anspruch kurz die wesentlichen Stationen vieler Boomer:

  • „Wir waren alle viele, viele in der Schule, im Studium, im Beruf“, so war das Ausgangsmotto, wenn man sich die Geburtenzahlen anschaut.
  • „Gas geben war wichtig“, meist mit Disziplin und: ^„wir waren voller Hoffnung“.
  • Tschernobyl 1986, vieles noch im Gedächtnis in jungen Jahren.
  • Meist rascher Aufstieg, alles wuchs, es ging fast immer aufwärts.
  • Und: seid ca. 20 Jahren der kühle Wind der Postmoderne und der Individualisierung: „Sei Du Selbst“.
  • 2008 kamen die ersten Einbrüche in Verbindung mit der weltweiten Bankenkrise, oft auch biografischer Natur ab ca. 45 Lebens-Jahren.
  • Seitdem eine ungeahnte Beschleunigung, Komplexitätszunahme allerorts und oft ein tiefes Gefühl von: „Was kommt noch?“, oft uneingestanden, denn Ängste habe ja ein Image-Problem. Erst im geschützten Rahmen findet oft eine Öffnung statt.

Es gibt Wege daraus, einige Gedanken dazu:

  1. Es gilt, sich in der Kunst des „Erkenne Dich Selbst“ zu üben. Deine Stärken, Deine Achilles-Ferse und damit Deine Muster. Nimm sie an, etwas ist immer und lerne gut damit umzugehen nach dem Motto: „Ah, ich merke XY, am besten ich schaffe Abstand oder Anderes. Merkwürdigerweise hört dies ein Leben lang nicht auf.
  2. Mache Dir die Angst zum Freund und Wegweiser, gerade im Umbruchsituationen. Leugne sie nicht, schaue sie an, erkunde ihre Wurzeln, aber lass Dich nicht lähmen. Angst kann die andere Hälfte des Mutes sein. Und: Bild vom Furchtlosen, oft in Szene gesetzt, täuscht oft.
  3. Du musst das Unaussprechliche aussprechen, um herauszufinden, wer Dein Freund und wer Dein Hinderer ist, besonders auch innerlich. Der alte griechische Spruch „Erkenne Dich selbst“, dies gilt auch heute noch.

Es war sehr bewegend zu erleben, wie ein Top Manger vor kurzen sehr persönlich in einem großen Meeting über diese seine persönlichen Erfahrungen offen gesprochen hat. Im Saal war es still.

Diese Zeit ist ein Booster für persönliche. Entwicklung, wenn wir den Mut haben uns tief mit uns zu befassen werden wir auch die Kraft entwickeln diese Herausforderung zu meistern, mit einem sicheren ethischen. Kompass

Die 1. Jugend wird Dir geschenkt, die zweite musst Du Dir erarbeiten. „Sei kein Tanker“, das möchte ich manchmal besonders den Männern zurufen, bleib beweglich im Geist! Danke für das Lesen bisher.

In seinen Vorträgen teilt der Autor Erfahrungen, Denkanstöße und Beispiele mit Tiefe, als persönliche und organisatorische Inspiration. Wenn Sie noch mehr über das Thema „Leadership 50+ – Grenzen verschieben, wieder an Höhe gewinnen“ erfahren möchten, schauen Sie am 10. Mai 2022 um 12:00 Uhr bei der Online-Impuls-Reihe von Speakers Excellence vorbei.

 

 

Wolfgang Zimmermann

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