Führungslos in der Euro-Krise

Führungslos in der Euro-Krise – Richard Schütze Still ruht der See. Kein Wässerchen kräuselt sich. Doch unter der Oberfläche lauern sie. Bereit, ihre Opfer in Stücke zu reißen. Die Euro-Krise ist weiter virulent. Sie verbirgt sich nur und hat eine Reihe weiterer Monster angefüttert. 950 Milliarden Euro haben allein die Banken der Eurozone an faulen Krediten aufgehäuft. Vorwiegend in den Südländern wie Italien und Griechenland. 30 Milliarden Euro pumpt die Europäische Zentralbank (EZB) Monat für Monat in die Märkte, um Staatsschulden aufzukaufen. Geld ist massenhaft vorhanden; es kostet nichts, bringt aber auch nichts. Wo es aber keine Zinsen mehr gibt, werden die Sparer sukzessive enteignet. Noch könnten die haftenden Gläubiger, allen voran Deutschland, die Reißleine ziehen und aus dem Europäischen…