Content-Infarkt führt zum Wahrnehmungstod

Ein Plädoyer gegen das Mehr-ist-mehr-ist-mehr-ist-mehr in der Marketing-Kommunikation. Wenn man sich die Zeit nimmt und ganz vorsichtig lauscht, dann hört man das leise Wimmern der Marketingexperten. Traurig zusammengekauert sitzen sie in ihren Besprechungsräumen und fabulieren über die Frage, wie Inhalte und Werbebotschaften denn nun beschaffen sein müssen, damit man wieder ankommt beim Kunden. Damit der Konsument hinsieht, hinhört, hinfühlt. Damit er sich wieder mit unserer Marke beschäftigt. Damit er wieder auf Veranstaltungen kommt, Blogs liest, Postings teilt und überhaupt: Wie er wieder zugänglich wird für absatzerzeugende Kommunikation. Der Mensch ist eben ein schwer verständliches Wesen. Wenn man fragt, ob er Werbung möchte, dann zimmert er einem quasi das „Werbung verboten“-Aufkleberchen direkt ins Gesicht. Er installiert Adblocker, duckt sich in der Fußgängerzone vor dem Prospektverteiler weg und schaut…