Nicht gewachsen – Einschätzung zum neuen VW-Chef

Nicht gewachsen – Eine Analyse des neuen VW Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller von Leopold Hüffer Matthias Müller, bis vor kurzem Porsche-Chef und nun Nachfolger von Martin Winterkorn an der Spitze von Volkswagen, hat dem amerikanischen öffentlich-rechtlichen Sender NPR News am Rande der Detroiter Auto-Show ein Interview gegeben. Im Schaufenster NPR ist ein journalistisch solider Sender, und wenn ich Hörfunk aus den Vereinigten Staaten hören will, dann ist NPR erste Wahl – gibt es als Streaming im Netz. Ein faireres Podium können sich Herr Müller und seine PR-Truppe in den USA kaum wünschen, um dem Abgasproblem entgegenzuwirken. Was aber hat der Vorstandsvorsitzende von VW aus dieser Chance gemacht – unmittelbar bevor er bei Gina McCarthy, der Chefin der US-Umweltbehörde EPA antreten durfte?…

VW Skandal: In Deutschland kein Einzelfall?

Der VW Skandal ist in aller Munde. Der Betrug mit manipulierten Abgaswerten scheint sich nach derzeitigen Erkenntnissen nur auf Volkswagen zu beschränken. Dies heißt jedoch nicht, dass andere deutsche Unternehmen gegen ähnliche Skandale immun sind. Dieselgate ist wohl nur die Spitze des Eisbergs. Es ist sehr wahrscheinlich, dass unter der Oberfläche manch eines großen deutschen Konzerns ähnliche Zeitbomben ticken. Das dürfte auch für so manchen soliden Mittelständler gelten. Da helfen auch die besten Compliance-Regeln und Qualitätsstandards nicht. Volkswagen ist nämlich nicht einfach ein Opfer einzelner betrügerischer Mitarbeiter geworden. Die eigentlichen Ursachen des VW Skandal liegen in einer kritikfeindlichen Unternehmenskultur. In einem Klima, wo nicht mehr die Soll-Erfüllung sondern nur die Soll-Übererfüllung zählt, ist der gut gemeinte, kritische Hinweis eines Einzelnen…