ENTFREMDET UNS DIE DIGITALISIERUNG VON UNS SELBST?

Gerade komme ich vom SPA International Kongress in Freiburg und sitze im Ruheabteil des ICE. Die Dame mir gegenüber trägt schicke Stöpsel in den Ohren, schaut einen Film auf ihrem Tablet an, daddelt parallel auf ihrem sagenhaft großen Smartphone und auf ihrer Smartwatch. „MEINE DAMEN UND HERREN!“, schreit es plötzlich aus dem Smartphone. Ich fahre erschreckt zusammen. „ES MUSS IHNEN DOCH KLAR SEIN….“ Eine Bundestagsdebatte? Jetzt? Hier? So laut? Ich bin kurz vor Schnappatmung. Seelenruhig tappst die Reisende weiter auf ihren 2,5 Bildschirmen. In Kombination mit Noise-Control-In-Ears wirkt die Digitalisierung bei ihr offensichtlich ärger als das dickste Brett vorm Kopf. Sie checkt gar nichts. Niente. „Die Digitalisierung entfremdet uns von uns selbst“, hörte ich gestern Abend bei der SPA Award-Verleihung…

Vorsicht, SCHNITTSTELLE!

Das Smartphone ist in unserer heutigen Zeit die wichtigste Kunden – Schnittstelle. Es ist also kein Wunder, dass jeder Dienstleistende genau dort sichtbar sein will. In Form von einer App zum Beispiel. Und kein Wunder, dass jeder Dienstleister die Daten abgreifen will, die der User zusammen mit seinem Smartphone absondert. Wahre Schätze sind das, diese Daten. Damit das Smartphone auch als smarte Schnittstelle wirksam werden kann, braucht es zwei Dinge: Zeit und Strom. Klingt sehr nach Physik – es lohnt sich aber, hier einmal genauer hinzuschauen. Und diese beiden Dinge mit dem Faktor “Freiheit” zusammen zu denken. Zeit: Für Callcenter-Betreiber ist Zeit ein Kostenfaktor. Deshalb ist der effektive Umgang mit Zeit erfolgsentscheidend. Und wie geht das nun: Effektiv mit Zeit…