Führungslos in der Euro-Krise

Führungslos in der Euro-Krise – Richard Schütze Still ruht der See. Kein Wässerchen kräuselt sich. Doch unter der Oberfläche lauern sie. Bereit, ihre Opfer in Stücke zu reißen. Die Euro-Krise ist weiter virulent. Sie verbirgt sich nur und hat eine Reihe weiterer Monster angefüttert. 950 Milliarden Euro haben allein die Banken der Eurozone an faulen Krediten aufgehäuft. Vorwiegend in den Südländern wie Italien und Griechenland. 30 Milliarden Euro pumpt die Europäische Zentralbank (EZB) Monat für Monat in die Märkte, um Staatsschulden aufzukaufen. Geld ist massenhaft vorhanden; es kostet nichts, bringt aber auch nichts. Wo es aber keine Zinsen mehr gibt, werden die Sparer sukzessive enteignet. Noch könnten die haftenden Gläubiger, allen voran Deutschland, die Reißleine ziehen und aus dem Europäischen…

Wahrheit und Relativismus – Warum von Aquin gegen Fake News hilft

Unser Zeitgeist ist durch die Nichtbeachtung beziehungsweise Negierung von absoluten Wahrheiten, Werten und Grundprinzipien geprägt. Es ist der ideologische Versuch, alles, was ist und geschieht rein innerweltlich zu begründen und bloß diesseitig zu deuten. Mensch und Welt werden als originäre Selbstschöpfung des Menschen oder eine evolutionär sich vollziehende Selbstentfaltung der Materie erklärt. Die Frage nach einer über diese welt- oder kosmisch immanenten Zusammenhänge hinausgehende sinnvolle Erklärung wird verdrängt oder wie von Karl Marx in dessen „Religionskritik“ gänzlich verboten. Diese Variante einer aufklärerischen Bewegung fußt auf ideologischen Konzepten, die das Individuum oder das Kollektiv in Form von reinem Bewusstsein oder bloßer Materie als Urgrund von allem und damit ohne ein „Jenseits“ und Transzendenz proklamieren. Vor allem die Existenz von Grundwahrheiten wird…

Die Schlacht um den gerechten Lohn – Richard Schütze

Die Schlacht um den gerechten Lohn von Richard Schütze Sind als exorbitant empfundene Gehälter der Manager Martin Winterkorn (VW) und Bill McDermott, der 2016 als Chef von SAP 15,6 Millionen Euro erhielt, ethisch vertretbar und ökonomisch sinnvoll? Muss die Politik eingreifen und für einen gerechten Lohn sorgen? Diese Fragen prägen die Debatte über soziale Gerechtigkeit im beginnenden Wahlkampfjahr 2017. Martin Rhonheimer vom „Austrian Institute of Economics and Social Philosophy“ sieht gar die Gefahr, dass mit einer gesetzlichen Regelung Neidgefühle politisch bedient werden. Die Schweiz erlebt, was die SPD gerade erst anstößt. Der zum internationalen Topmanager avancierte Schweizer Oberarzt Daniel Vasella gehörte zu den bestbezahlten Managern in Europa. Unter seiner Ägide war Novartis zum weltweit zweitgrößten Pharmahersteller aufgestiegen. Mit Vasella aber…

Habsucht, Gier und Neid – Begrenzung der Managergehälter

Habsucht, Gier und Neid – Begrenzung der Managergehälter – von Richard Schütze „In Deutschland, da sind die Laster unbekannt; nur Habsucht, Gier und Neid, die kennt man hier seit ein’ger Zeit.“ Mit diesem Sinnspruch lässt sich die von Emotionen und Kalkül bestimmte Debatte zur Begrenzung von Managergehältern trefflich fassen. Phantasie und Gemüt werden erregt, wenn ein Bediensteter als Salär weit über 10 Mio. Euro p.a. als Grundgehalt, dazu noch edle Dienstwägen und obendrauf Zulagen, Aktienoptionen sowie Boni erhält. Dass zuweilen auch Sport- und Showstars, Fernsehgrößen, Stararchitekten und –dirigenten sowie Opernsänger als galaktisch empfundene Gagen kassieren, fällt zwar auf, aber nicht so massiv ins Gewicht. Bei Stars und Sternchen wird gnädig konzediert, dass sie Stadien und Hallen füllen oder ihr Geld…

„Irrläuferpolitik“ Schweswigs Lohngleichheitsgesetz führt zu noch mehr Frust

Die Bezüge von Familien- und Frauenministerin Manuela Schwesig und ihrer Chefin, Kanzlerin Angela Merkel, kann jeder einsehen. Auch die Gehälter ihrer männlichen Ministerkollegen sind bekannt. Da gibt es absolute Transparenz. Bei Mandatsträgern und Staatsbediensteten weiß alle Welt über das Salär Bescheid. Doch wissen auch die Assistentinnen und Sekretärinnen in den Büros der öffentlichen Verwaltung, was ihre männlichen Kollegen verdienen? Und wie schaut es den Büros und in der Produktion und Lagerhaltung von Unternehmen in der Privatwirtschaft aus? Zur Herstellung von mehr Lohngerechtigkeit in der Privatwirtschaft hat Ministerin Schwesig jetzt den Entwurf des sog. Lohngerechtigkeitsgesetzes durch das Kabinett und auf den parlamentarischen Weg gebracht. Ihr geht es darum, dass gleiche oder eine vergleichbare Arbeit auch gleich entlohnt werden soll. Ganz im…