Rüdiger Böhm – Teure Lektion in Demut und Dankbarkeit

Mit 27 Jahren war er überzeugt, er könne alles und brauche niemanden – dann hatte Rüdiger Böhm ein «Rendezvous mit einem LKW», kämpfte um sein Leben und verlor beide Beine. Heute unterstützt der 46-Jährige andere darin, ihre Grenzen zu verschieben und ein Maximum aus ihren Möglichkeiten herauszuholen. «Wer sich nicht coachen lässt, ist selber schuld», findet die Frohnatur. Herr Böhm, wie kam es dazu, dass Sie heute nicht mehr auf Ihren eigenen Füssen stehen, sondern auf Prothesen aus Karbon und Plastik? Rüdiger Böhm: Der Unfall passierte einen Tag vor meinem 27. Geburtstag. Ich war zum ersten Mal mit meinem neuen Rennrad unterwegs, konnte kaum glauben, wie gut dieses Wunderding rollte. Leider dauerte der Spass nur 45 Minuten, dann hatte ich…