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Warum ist der Tyrannosaurus Rex ausgestorben? – War es ein Zufall?

Foto ©: Herschel Hoffmeyer / Fotolia

Vince Ebert über das Thema Zufall und warum man einfach mal Verrückt sein sollte!

Vince Ebert, Bestsellerautor, TV-Moderator und Kabarettist, studierte Physik in Würzburg. Er arbeitete in einer internationalen Unternehmensberatung und in der Marktforschung, bevor er 1998 seine Bühnenkarriere begann. Seine Bühnenprogramme, darunter sein aktuelles „Zukunft is the Future, machten ihn als Wissenschaftskabarettisten bekannt, der mit Wortwitz und Komik sowohl Laien als auch naturwissenschaftliches Fachpublikum fesselt. Heute nehmen wir ihn genau unter die Lupe und klären einige grundliegenden Fragen, wie…

Warum ist der Tyrannosaurus Rex ausgestorben?

Weil er unflexibel war! Er war zwar hochgerüstet ohne Ende, die effizienteste Tötungsmaschine seiner Zeit. Doch je effizienter ein System aufgebaut ist, umso schlechter, kann es auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren. Das gilt im Wirtschaftsleben genauso. Wenn man im Unternehmen eine Monokultur von 40jährigen, heterosexuellen, golfspielenden BWLern herangezüchtet hat, dann werden die nicht besonders flexibel auf Markt-Veränderungen reagieren können.

Was war der beste Zufall Ihres Lebens?

Meine Frau. Die habe ich auf einer Party kennengelernt, zu der ich eigentlich gar nicht wollte. Deswegen mein Appell: Tun Sie ab und an mal etwas Unberechenbares, etwas Überraschendes. Schenken Sie einem Gewerkschafter einen FDP-Kugelschreiber. Tragen Sie am Casual Friday einen Smoking. Schlafen Sie mit Ihrer eigenen Frau. Einfach mal was Verrücktes tun!

Warum tun wir uns so schwer mit den Zufällen?

Weil unser Gehirn den Zufall nicht mag. Es wurde konstruiert, um Muster zu erkennen. Wenn zwei Dinge gleichzeitig auftreten, sagt unser Gehirn: Das eine muss automatisch die Ursache vom anderen sein. Auch, wenn beide Ereignisse zufällig zusammengetroffen sind. Und in diese Falle tappen selbst Menschen, die sich mit Zahlen auskennen. Als ich noch studiert habe, habe ich auf einer Semesterparty mit meinem Statistikprofessor angestoßen, ohne ihm dabei in die Augen zu gucken. Und dann sagt er zu mir: Jetzt haben Sie 7 Jahre schlechten Sex. Und er hat recht gehabt.

Wie bewahrt man gesunden Menschenverstand im Zeitalter der Digitalisierung?

Indem man sich klar macht, dass Big Data, das Algorithmen auch ihre Grenzen haben. Z.B. hat Google vor einiger Zeit einen Algorithmus entwickelt, der 10 Millionen Youtube-Videos gescannt und jetzt mit einer Wahrscheinlichkeit von 75% eine Katze erkennen kann. Andererseits: Der zweijährige Sohn meiner Nachbarin kommt auf 100 Prozent. Was ich damit sagen will: Ein Unternehmen, dass bei jeder vierten Katze sagt: „Puuhh…“ wird vielleicht ein klein wenig überschätzt.

Warum würden Sie Ihren Kunden empfehlen zum Karlsruher Wissensforum zu gehen – Verraten Sie uns einen kleinen Vorgeschmack, von dem, was uns erwartet!

Es erwartet Sie ein bunter Strauß von überraschenden Erkenntnissen und von optimistischen Botschaften. Zum Beispiel dass wir vor der digitalen Transformation keine Angst haben müssen. Im Gegenteil. Noch vor 10 Jahren wurde Rudolf Moshammer mit einem Telefonkabel erdrosselt. Das wäre heute rein technisch überhaupt nicht mehr möglich.

Mehr Informationen zum Thema Zufall finden Sie hier: http://www.speakers-excellence.de/redner/vince-ebert-wirtschaftskabarettist.html

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