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Was ein Massage Drive-in an der Skipiste bewirken kann

Massage Drive In an der Skipiste

Endlich!

Die Sonne klettert langsam über die Berge. Die anfänglichen Minustemperaturen weichen etwas in Richtung Null Grad. Ein herrlicher Ski-(Vormit)tag wartet. Gerne wähle ich die Hotels so aus, dass so eine Aktion spontan möglich ist. Sicherheitshalber habe ich die Ski dabei, denn eigentlich bin ich ja auf Seminar hier. Es ist meine eigene Trainer-Ausbildung, die ich seit über 5 Jahren durchführe. Allerdings unterrichten da auch immer wieder Co-Trainer und heute ist so ein Tag: Ich habe am Vormittag frei und beschliesse, diese Chance zu nutzen, wenn ich schon im Salzburger Skigebiet bin. Die 3-Stunden Karte ist schnell gekauft. Rein in die Gondel und rauf auf den Berg. Auf knapp 2.000 Metern Seehöhe mischt sich ein Gefühl der Freiheit mit großer Vorfreude auf ein paar flotte Wedel-Schwünge. Die Ski sind frisch gewachst und geschliffen.

Die Überraschung

Ich schnalle den Helm zu und fahre los. Kurz vorher bemerke ich noch ein paar rote Zelte, die an der Bergstation der Gondel aufgestellt wurden. „Da treffen sich wahrscheinlich Gruppen zum Üben“, denke ich und fahre meine ersten paar Pisten rauf und runter. Aus einem der Lifte kommend, fällt mir allerdings im zweiten Teil des Vormittags eines dieser roten Zelte nochmals auf, denn es hat die Aufschrift auf einer Plane, die in den Boden gesteckt war: „Massage Drive in – for free!“ Das klingt doch interessant. Ich rutsche schnell hin, um das genauer zu inspizieren und entdecke tatsächlich 2 junge Männer, die anderen 2 Gästen den Rücken massieren, im Sitzen. Die Szenerie wirkt entspannt, eine der beiden Personen, die sich massieren lassen, ist eine Frau und offensichtlich wartet ihr Sohn vor ihr. Der fragt nämlich nach kurzer Zeit: „Mama, wann können wir wieder los, mir ist langweilig?!“ Die Mutter beschwichtigt mit geschlossenen Augen – offenbar entspannt – und meint, dass es gleich soweit sei. Ich nutze die Chance und melde mich für die nächste Runde, die ich bereits nach wenigen Minuten antreten kann. Im entspannten Gespräch mit dem Masseur erzählt dieser, dass das ein kostenloser Service der Bergbahnen sei und sie jeden Freitag hier sind. Welch Glück, dass es heute Freitag ist. An anderen Tagen sind sie in anderen Skigebieten unterwegs, meinte er. Was für eine schöne Idee.

Die Überraschung nochmals übertreffen

Nach fünf Minuten bin ich, bzw. er, fertig und dann bekomme ich noch etwas Pfefferminzöl auf den Finger. „Leicht unter die Nase reiben, das macht sie frei, also die Nase“ meint er zu mir. Gesagt, getan, mit diesem angenehmen Duft in meinem Riechorgan verlasse ich die Szenerie mit einem noch besseren Gefühl. Und wieder bestätigt sich: Übertreffe die Erwartungen deiner Kunden, egal wie. Kleinigkeiten genügen dafür oft schon. Natürlich muss die Basis-Qualität passen. Eine Massage ist nichts wert, wenn der Lift oder die Piste miserabel wären. Das waren sie aber nicht. Mit stimmiger Basis-Qualität ist der Kunde bereit für das „Etwas Mehr“, das Unerwartete. Wenn uns das gelingt, egal in welcher Branche wir tätig sind, dann bekommen wir als Anbieter etwas sehr Wertvolles zurück: Aktive Mundpropaganda, sprich Werbung. Wollen Sie das auch? Dann ist die Frage, womit Sie Ihre Kunden überraschen. Und dazu bringen, davon zu erzählen. Oder es in
den sozialen Medien zu teilen. Was ich übrigens heute machen werde, ein paar Tage nach diesem Erlebnis. Ein paar Hundert, vielleicht ein paar Tausend Facebook Freunde werden das sehen. Und wer weiß, wer von denen dann auch mit der Grafenberg Bahn an einem Freitag zum Skifahren hochfährt und sich eine kostenfreie Massage holt, im schönen Wagrain. Service. Neu. Denken. Das sind unsere Herausforderungen. Sowohl in diesem Jahr, als auch im nächsten. Viel Erfolg dabei!

 

Eine Massage bekommen Sie hier nicht, dafür aber mehr Infos zu unserem Top 100 Speaker Gabriel Schandl, CSP: http://www.speakers-excellence.de/redner/gabriel-schandl-csp-cmc-leistungsglueck.html

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