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Interview mit Ex-Fußballstar Marcel Jansen

Urheber: steevy84

Marcell Jansen – Die Medien betiteln ihn als den „cleversten Profi Deutschlands“. Elf Jahre lang spielte er erfolgreich in der Bundesliga und verhalf Borussia Mönchengladbach, dem FC Bayern München und den Hamburger SV zu einigen Siegen.  Im Alter von 29 Jahren beendete er trotz zahlreichen Angeboten seine Karriere mit den Worten: „Ich möchte auch meinen Kopf nutzen
und Projekte in Eigenregie verwirklichen.“ – Der Startschuss für sein neues Leben als Unternehmer. Nach all den Jahren blickt er auf seine Karriere zurück und beantwortet aus der Expertensicht alle Fragen zu den aktuellen Fußball Ereignissen, seiner Zukunft und seinen neuen Projekten.

 

Herr Jansen, gerade hat die Fifa beschlossen, ab der WM 2026 auf 48 Teilnehmer aufzustocken, ein Wahlversprechen des neuen Präsidenten Infantino. Denken Sie der Fußball gewinnt, wenn etwa ein Viertel der Mitgliedsverbände zu einer Endrunde antritt?

Natürlich besteht die Gefahr, dass unter noch mehr Spielen Attraktivität und Zuspruch leiden. Aber Fußball ist für doch für alle. Deshalb finde ich es gar nicht schlecht, dass nun auch kleine Länder die Möglichkeit haben, bei so einem Turnier teilzunehmen. Für diese Teams ist das eine Riesensache. Und bei der EM hat z.B. Wales gezeigt, dass die vermeintlich Kleinen großen Spaß machen können

Gerade während der letztjährigen EM wurde Kritik laut, eine aufgeblähte Vorrunde würde unansehnlichen Fußball zur Folge haben, viele „Zwerge“ hätten nichts als verteidigt. Glauben Sie, dass rasante Matches der Favoritenteams den Zuschauer mehr reizen als kleine Fußballmärchen wie das der Isländer?

Ich denke, dass die kleinen Fußballnationen schon Fußball spielen können, wie zum Beispiel auch die Waliser. Außerdem haben wir im neuen Modus ab dem 8tel-Finale K.O.-Spiele. Da geht es dann recht schnell zur Sache. Der Fußball rückt insgesamt näher zusammen.

Sie selbst haben das Nationaltrikot 46 Mal getragen, wie schätzen Sie die Chancen der Mannschaft, ihren Titel nächstes Jahr in Russland zu verteidigen?

Wenn man auf die Turniere der letzten Jahre zurückblickt, dann war die Nationalmannschaft eigentlich immer im Kreis der Favoriten. Das wird in Russland auch wieder so sein. Und die Chance dazu ist da.

Ihre Position des linken Außenverteidigers gilt ja seit längerem als „Problemzone“ der Nationalmannschaft. Was glauben Sie, wen wir dort bei der Endrunde 2018 spielen sehen werden?

Da wird bestimmt noch der ein oder andere hochtalentierte junge Spieler nachrücken. Auf den Außenverteidigerpositionen gibt es ja weltweit nicht gerade Spielerpersönlichkeiten im Überangebot. Ich denke, dass Jonas Hector dort spielen wird, zurecht, denn er spielt das mteiner Meinung nach sehr gut.

 Das Turnier wird nach den Rücktritten von Phillip Lahm, Bastian Schweinsteiger und Lukas Podolski ohne die großen Namen der Löw-Ära stattfinden. Wem von der „jungen Garde“, seien es ein Kimmich, ein Weigel oder ein Tah, trauen Sie zu, sich groß ins Rampenlicht zu spielen?

Wir sollten Julian Brand nicht vergessen, meiner Ansicht nach ein wirklich guter junger Spieler. Wir haben einige sehr gute junge Leute, die in der Nationalmannschaft den nächsten Schritt machen können. Es muss für sie dann aber auch darum gehen sich durchzusetzen, dort den nächsten Schritt zu machen. Nur dabei sein zu wollen, reicht nicht.

Thema Hamburger Sportverein. Wie schätzen Sie die aktuelle Entwicklung Ihres HSVs ein? Schafft es der Verein, mit Heribert Bruchhagen als neuem Vorstandsvorsitzenden wieder in die Nähe seines Glanzes vergangener Tage kommen?

Die Rückrunde steht bevor und die letzten Spiele der Hinrunde haben gezeigt, dass Markus Gisdols Überlegungen gegriffen haben. Die Mannschaft lebt, ist konkurrenzfähig. Am Ende der Rückrunde wird Heribert Bruchhagen erst ein halbes Jahr im Amt sein. Auch dann ist es noch zu früh, seine Arbeit zu beurteilen. Er braucht mehr Zeit, um etwas zu bewegen.

 

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