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Unser Umfeld beeinflusst unsere Handlungen

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Mittwoch, 02.08.2017

Als jahrelanger Coach von Spitzensportlern weiß ich, dass das Umfeld sie weiterbringt. Jim Rone hat mal gesagt: „Wir sind der Durchschnitt, mit denen wir die meiste Zeit verbringen!“ Das ist sehr spannend! Schauen Sie also mal die Menschen in Ihrem Umfeld an: Sind die sportlich, erfolgreich, voller Lebenskraft …? Oder eher übergewichtig, ohne Lebensfreude? Wie alt sind diese Menschen, in welchem körperlichen Zustand sind sie, sind sie beruflich zufrieden oder arbeiten sie nur, weil sie den Kühlschrank füllen müssen? Sind es glückliche Menschen, wie ist die Partnerschaft und wie oft sind sie schon geschieden? Wie gehen sie in der Partnerschaft mit ihrem Partner um? Welches Vermögen haben sie sich aufgebaut und wie? Das Spannende ist, wir sind der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen. Dies ist kein Schicksal. Sie müssen dies nicht akzeptieren. Wenn Sie mehr vom Leben wollen, als Sie haben, dann müssen Sie Ihr Umfeld ändern. Außer Sie wollen nichts verändern und sind zufrieden, wie es ist. Die meisten, die zu mir in die Seminare kommen oder ähnliche Bücher wie meins Lesen, wollen sich fast immer verändern. Sie wollen mehr vom Leben und sich weiterentwickeln. Ich muss also neue Menschen finden, die mich weiterbringen und an denen ich wachsen kann. Das Umfeld prägt also meinen Charakter.

Ein Beispiel aus meinem Alltag: Meine Großeltern waren über 70 Jahre zusammen. Sie machten alles füreinander. Als sie 19 und 18 waren, wurde meine Großmutter schwanger. Mein Großvater musste damals in den Ersten Weltkrieg, und meine Großmutter arbeitete als Köchin und verwöhnte die italienischen Gäste. Mein Großvater wurde im Krieg von den Russen gefangengenommen und kam für 17 Jahre in ein Konzentrationslager. Meine Großmutter brachte meine Tante Maria zur Welt. Mein Großvater gab die Hoffnung nie auf, und er wusste, eines Tages kommt er wieder nach Hause. Auch meine Großmutter, die mit der Gewissheit lebte, dass mein Großvater noch lebte, gab die Hoffnung nie auf. 17 Jahre später kam er wieder zurück nach Hause, und es wurden weitere vier Kinder geboren, darunter mein Vater. Es war die unendliche Liebe, die ihnen Hoffnung gab, und das Wissen, dass sie alles füreinander machten. Sie bedeuteten einander unendlich viel. All die weiteren Jahre unterstützten sich, wo sie nur konnten, und lebten in der Dankbarkeit, wieder vereint zu leben. Verliebt sein ist cool, jemanden lieben ist die Erfüllung.

Fragen Sie sich mal: Was macht Ihr Partner für Sie, was würden Sie für Ihren Partner TUN? Haben Sie einen Partner, der sich mit Ihnen mitentwickelt, oder leben Sie in einer Partnerschaft, die Sie ständig runterzieht? Die meisten scheitern an ihrem Umfeld und nicht an dem, was sie nicht können.

Ich habe in meinem Leben einige Fehler gemacht. Als ich aber zu meiner Frau ging und ihr von meinem Vorhaben erzählte, sagte sie mir nicht: „Was willst du jetzt schon wieder TUN, lass es doch sein.“ Nein, sie fragt mich ständig: „Was musst du denn unternehmen, damit du dein Vorhaben erreichst?“ Unser Umfeld formt den Charakter, indem es uns unterstützt und prägt und nicht auf der Bremse steht. Die Amerikaner haben die Redewendung: „Du bist der Durchschnitt von deinen fünf Menschen, mit denen du die meiste gemeinsame Zeit verbringst.“ Fragen Sie sich also: Werden Sie von diesen Menschen unterstützt? Fordern sie Sie? Bringen sie Sie weiter? Oder stehen sie dauernd auf der Bremse und sagen: „Was willst du denn jetzt nur wieder, spinnst du?“ Wenn Sie die cleverste, die intelligenteste, die beste Person in einem Raum sind, dann sind Sie im falschen Raum. Da ist was dran! Stellen Sie sich vor, wenn Sie beim Sport in einer Fußballmannschaft der beste Spieler wären, da kämen Sie auch nicht mehr weiter und könnten nicht Neues lernen. Wenn Sie in der Firma der Beste sind, dann sind Sie in der falschen Firma. Sie werden sich nicht weiterentwickeln, obwohl sich die anderen an Ihnen orientieren werden. Hinterfragen Sie sich: In welchem Raum wollen Sie in Ihrem Leben sein? Wenn ich einen Sportler coache, ist das okay, solange ich ihn weiterbringen kann. Wenn er jedoch nicht mehr weiterkommt, dann schicke ich ihn weiter. Also: Wir müssen die Räume verlassen. Stellen Sie sich die Frage: Haben Sie noch dieselben Freunde wie im Sandkasten? … Alles klar, finden Sie den Fehler … Spaß beiseite: Wenn sich die Freunde auch weiterentwickeln, ist dies okay. Waren Sie schon mal bei einem Klassentreffen? Dann schauen Sie mal, wie sich die anderen weiterentwickelt haben. Ich bin auf dem Land groß geworden. Wenn ich zurückschaue, sind ca. 80 % immer noch am selben Ort wie damals. Oder noch schlimmer: Sie sind immer noch an derselben Arbeitsstelle, wo sie ihre Lehre absolviert haben.

Die Entwicklung ist anders, wenn man das Nest verlässt und sich auf Neues einlässt, das einen weiterbringt. Oder für alle, die 25 Jahre alt sind und noch zuhause im Hotel Mama wohnen: Hinterfragt euch! Solche Menschen entwickeln sich nicht weiter, wenn sie zuhause bleiben. Ich halte viele Seminare, Vorlesungen und Coachings, und trotzdem sind nicht immer alle die, die PS auf die Straße bringen, weil sie im falschen Umfeld sind. Darum hier mein Tipp: Geht nicht alleine in ein Seminar. Nehmt eure Liebsten mit. Nehmt also immer Teile eures Umfelds mit. Denn so denken diese Leute nicht, wenn Sie zurückkommen: „Wo war denn der wieder?“ Wichtig also: mitnehmen! So werden Sie besser verstanden bei den Handlungen, die Sie umsetzen.

Viele Menschen sagen: Bleibe, wie du bist. Nein, bleibe nicht, wie du bist! Entwickle dich weiter. Wenn du so bleibst, wie du bist, dann bleibst du stehen und lernst nichts Neues dazu. Es liegt in unserer Natur, uns zu entwickeln und unseren Geist weiterzubringen. Darum setzen Sie sich neue realistische Ziele und entwickeln sich ständig weiter. Genießen Sie jedoch auch die Zeit der Ruhe und nutzen Sie diese Zeit, um zu reflektieren. Es gibt Menschen, wenn sie einen Raum betreten, erhellen sie diesen Raum. Und es gibt Menschen, die erhellen den Raum, wenn sie ihn wieder verlassen. Lassen Sie sich Ihre Motivation nicht nehmen, denn im Grunde sind wir motiviert, wenn wir eine klare Orientierung haben und uns davon nicht abbringen lassen.

 Zum Profil von Top100 Trainer Filippo Larizza:  https://www.trainers-excellence.de/redner/filippo-larizza.html 

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