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So gelingt der Abschied vom fossilen Furz

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So gelingt der Abschied vom fossilen Furz – Prof. Dipl.-Ing. Timo Leukefeld

Was die Energiewende in Deutschland braucht, ist eine attraktive Chinesin.

Wie bitte?

Das Publikum blickt Timo Leukefeld fragend an. Der smarte sächsische Energie-Guru, der bundesweit für Furore sorgt, packt auf Einladung der Volksbank Hildesheimer Börde im Stammelbach-Veranstaltungszentrum seine Visionen aus.  Die Hirnforschung hat herausgefunden, dass auch ein 90-Jähriger noch Chinesisch lernen kann, setzt er zur Erklärung der These an, allerdings nicht bei der Volkshochschule. Das klappt nur, wenn er in eine jüngere Chinesin verliebt ist. Die muss für ihn an diesem Abend als Symbol für Begeisterung herhalten. In Sachen Energiewende geht die Begeisterung nach Leukefelds Geschmack noch nicht in die richtige Richtung.  „Da sehe ich die attraktive Chinesin nicht“, sagt der 47-Jährige. Energiewende, das bedeutet für den Professor aus Freiberg eher: politische Fehlentscheidungen am laufenden Band und sinnlose Förderprogramme,  die eher bremsen als fördern. Und: Alles drehe sich nur um Strom, im Grunde sei die Energiewende eine Stromwende. „Wärme ist politisch nicht sexy“, bedauert der prominente Referent, dabei ist sie ein schlafender Riese. Denn bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus mache Wärme 87 Prozent der verbrauchten Energie aus. Für seine eigene Familie hat Leukefeld ein Haus gebaut, das ganz und gar nicht durchschnittlich ist: das erste Haus der Republik, das den ganzen Energiebedarf der Bewohner autark aus der Sonne saugt. Solarthermie liefert Warme, Photovoltaik den Strom. Das Geheimnis sind die ausgeklügelten Speicher. Bleibatterien füttern nebenbei sogar noch das Elektroauto vor der Haustür durch. Zum Richtfest kamen der Bundesumweltminister und der Ministerpräsident. Der sei so etwas wie der sächsische König, hatte Leukefeld seinem damals sechsjährigen Sohn erklärt. Die Folge:  „Wo ist denn deine Krone?“ krähte der Filius dem sächsischen Landesvater Stanislaw Tillich entgegen.

Leukefeld hat sich indessen zu einer Art Papst der Energieautarkie gemausert. Die Gäste der Börde-Bank ahnen: Leukefelds Visionen sind wohl machbar, nicht abgehoben, sondern im Boden der Tatsachen verankert. Die Begeisterung springt von der Bühne über. Öl ist out, doziert der Guru.  Es zu verbrennen, war in unserer Geschichte ein fossiler Furz“, sagt er, jetzt wird gelüftet und es geht weiter. “ Die Menschheit starte in ein neues solares Zeitalter. Je mehr Energie aus der Sonne kommt, desto entspannter kann sich der Mensch zurücklehnen. Lässt der Teenager mal wieder stundenlang im leeren Zimmer das Licht an, muss sich der Familienvater nicht mehr grämen. Da kriegt sogar das Dogma der Dämmung Kratzer. So stellt Leukefeld seinen Vortrag an diesem Abend unter das Motto. Energie intelligent verschwenden“. Doch alles hat zwei Seiten – Energie einsparen gewinne auch für die Altersvorsorge eine ganz neue Bedeutung, erläutert der Sachse. Wenn die Rente schrumpft, hilft nur eines: Weniger ausgeben. Und da bietet die Energieautarkie nach Meinung Leukefelds viele Möglichkeiten im Abschied vom fossilen Furz.

Nicht nur für Häuslebauer – auch für Mehrfamilienhäuser hat er schon Konzepte entwickelt, Wärme und Strom aus der Sonne per Flatrate über einen Zeitraum von zehn Jahren in die Miete einzuflechten. Die Zuhörer in Hildesheim hat der Guru sichtlich beeindruckt. Sie nehmen auch praktische Tipps mit nach Hause, zum Beispiel, den Geschirrspüler ans Warmwassernetz anzuschließen. Dass die Gerate ihr Wasser selbst aufheizen, ist nur eines von vielen energetischen Alltagsphänomenen, die den Energieexperten amüsieren: „Das ist der Gipfel der Dummheit. “

 

Der Abschied vom fossilen Furz gelingt Ihnen sicherlich hier: http://www.excellente-unternehmer.de/redner/prof-dipl-ing-timo-leukefeld.html

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