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Erfolgsfaktor Digitalisierung: Integration der digitalen Immigranten

Zwischenzeitlich denken wir bei dem Wort “Digitalisierung“ an pokemonjagende Teenager, die den scheinbar verlorengegangenen Jagdinstinkt des Urmenschen für sich neu definiert haben. Dieser Trend, die wirkliche Welt mit digital generierten Zusatzobjekten zu vermischen scheidet die Geister. Einerseits sorgt dieser Trend für massiven Enthusiasmus, andererseits treibt er viele Menschen an Ihre Grenzen.

Allen zukunftsorientierten Unternehmen ist mittlerweile klar geworden, dass sie ohne Digitalisierung aussterben werden und somit ein digitaler Kulturwandel unausweichlich ist.

Der Vorteil von Digitalisierung liegt auf der Hand: Mehr Effizienz, Innovation, bessere Produkte und noch besseren Kundenservice. Das macht soweit Sinn und alle sind sich der Notwendigkeit des digitalen Wandels bewusst.

Digitaler Wandel bedeutet aber auch massive Veränderungen. Und wir alle wissen, wie Menschen auf Veränderung reagieren? Es ist die Angst vor Veränderungen die dazu führt, dass wir Menschen verunsichert sind, dass wir ein unbewusste Resistenz aufbauen und letztendlich verkrampfen. Die Devise heißt Zack Zack um jeden Preis! Dabei sollen jene erfolgreiche Tugenden wie beispielsweise Perfektion, Genauigkeit und Planungssicherheit über Bord geschmissen werden, um agil genug zu sein, um den Eisberg der Rigidität zu umfahren und damit den sonst sicheren Untergang zu vermeiden.

Gerade die Menschen der Generation des deutschen Wirtschaftswunders, die Generation, die das “Made in Germany“ zum weltweiten Qualitätssiegel gemacht hat. Die Generation die für Beständigkeit, Nachhaltigkeit und Genauigkeit steht und daraus traditionsreiche und erfolgreiche Unternehmen aufgebaut hat. Menschen jener Generation werden nun als “digitaler Immigrant“ bezeichnet. Also eine Person die nicht mit digitalen Technologien aufgewachsen ist, sondern diese Technologien erst im Erwachsenenalter kennengelernt hat. Quasi der Einwanderer der neuen Welt. Und wer will in der heutigen Zeit schon als Einwanderer abgestempelt werden?

Jene „Immigranten“, die einst analog telefonierten und  zwischenzeitlich dem  Smartphone verfallen sind.

Jene „Immigranten“, die mit dem Commodore 64 aufgewachsen sind und heute über Tablets wischen.

Jene „Immigranten“, die mit einer echten Landkarte in den Urlaub gefahren sind und zwischenzeitlich blind ihrem Navigationssystem folgen.

Jene „Immigranten“, denen ARD und ZDF als Abendprogramm völlig ausreichte und heute mit dem Überangebot von “Apple TV“ und “Netflix“ sich nicht für das richtige Programm entscheiden können.

Jenen „Immigranten“, die ihre Überweisungsträger persönlich zu ihrer Hausbank brachten und heute per Online-Banking sämtliche Finanzen verwalten.

Jene „Immigranten“ haben Angst vor Digitalisierung und Agilität, verschließen sich gar den Veränderungen?

Wir sind der Überzeugung, dass Digitalisierung noch besser umgesetzt werden kann, wenn Führungskräften und Angestellten Angst und Druck davor genommen wird. Der gewünschte Kulturwandel wird erst dann stattfinden, wenn sich jeder seiner Fähigkeit flexibel zu sein bewusst wird. Die Tugend entwickelt sich nicht immer zu ernst zu nehmen und sich von dem Drang “immer perfekt zu sein“ befreit. Ganz nach dem Motto: „Manchmal gewinnst du, manchmal lernst Du. Nur wer mit Gelassenheit agiert, kann kreativ und innovativ sein und neue Herausforderungen meistern.

Nur wer in Veränderungen Chancen sieht, wird den Anforderungen der Zukunft gewachsen sein.

Schnaufen Sie einmal kräftig durch und lehnen Sie sich zurück. Denn es gibt eine Sache, die auch nicht durch “Digitalisierung“ ersetzt werden kann, etwas, was man weder streamen noch downloaden kann: Ihren Erfahrungsschatz! Jener, Krisen zu bewältigen, Veränderungen anzugehen und schwierige Situationen zu meistern. Ihre Fähigkeit sich neu zu definieren, wenn es die Umstände erfordern. Einzigartige Fähigkeiten und Talente, die Sie im Laufe Ihres Lebens schon sehr oft unter Beweis gestellt haben.

Wir sind sogar der Überzeugung, dass genau die Kombination aus Tradition und Innovation der perfekte Erfolgs-Mix für die Zukunft ist. Behalten Sie Ihre Tugend, sich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen und nicht den Druck verspüren zu müssen, im Zeitalter des Überflusses alles krampfhaft ausreizen zu wollen.

Wir haben immer noch die Wahl ob wir die “digitale“ Pizza bei Lieferando bestellen, oder es bevorzugen zu unserem Lieblingsitaliener zu gehen um in den Genuss seiner herzlichen Begrüßung zu kommen und uns von seiner außerordentlichen Gastfreundschaft verzaubern zu lassen. Genau der Lieblingsitaliener der es immer wieder schafft seinen Gästen ein gutes Gefühl zu geben. Kennen Sie dieses Gefühl? Genau diese Fähigkeiten, die uns Menschen von Robotern abhebt.

Was wäre wenn die “Digital Natives“ genau diese Empathie entwickeln könnten. Eine Eigenschaft, die laut Studien gerade bei den “Digital Natives“, den im Zeitalter der Digitalisierung Geborenen, zurückgeht.. Die Generation, die im Überreiz aufwächst, die Emotionen über Emoticons manifestieren. Die Komplimente über Twitter machen, die Ihr Selbstvertrauen durch “Likes“ bei dem neu hochgeladen Profilbild in Facebook  aufpeppeln.

Daher unser Appell an die Digital Imigrants: Bringen Sie ihren Erfahrungsschatz, das  Bewusstsein, dass Sie schon viele Veränderungen im Leben erfolgreich gemeistert haben ein und sehen Sie digitale Veränderungen als Chance um Neues mit Leidenschaft zu erleben. Denn Eins steht fest. Es gibt berufliche Herausforderungen welche weder druch eine App noch durch jegliche digitale Plattform ohne den Mensch gemeistert werden können.

 

Der MENSCH bleibt mit seiner Emotionalität, Empathie und Leidenschaft unersetzlich.

Weitere Redner zum Thema Digitalisierung finden Sie hier: http://www.deutsches-rednerlexikon.de/lexikas/rednerlexikon/redner-finden/detail.php?id=1251&from=suche&start=0

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